Revision von mechanischen Uhren

Unter einer Revision versteht man die Wartung von mechanischen Uhren - diese muss regelmäßig vorgenommen werden. Doch warum ist das so und was beinhaltet eine solche Aufarbeitung? Wir möchten Sie gerne über die verschiedenen Schritte und Prozesse einer Revision informieren und Ihnen verdeutlichen, warum diese so wichtig ist.

Wie oft sollte ich meine Uhr zur Revision bringen?

Eine Revision ist generell alle fünf bis zehn Jahre empfehlenswert - die Notwendigkeit erkennen Sie zum Beispiel an einer höheren Gangabweichung. Wenn Sie Ihre Uhr über einen längeren Zeitraum nicht tragen, kann eine Revision eventuell auch früher anstehen. Wenn Sie Ihren Zeitmesser bei Brogle erworben haben, ist die erste Revision inklusive. Kontaktieren Sie uns und sichern Sie sich einen Termin in unserer hauseigenen Werkstatt.

Uhrwerke

Kontrolle von außen

Der Uhrmacher beginnt die Kontrolle der Uhr mit einer Inspektion des Äußeren: Ist die Uhr beschädigt? Das Glas zerkratzt? Arbeiten alle Funktionen korrekt? Bei diesem ersten Schritt werden alle Einzelheiten der Uhr betrachtet - Gehäuse, Krone, Zifferblatt, Zeiger und Armband werden genauestens unter die Lupe genommen.

Zerlegen der Uhr

Nun wird das Gehäuse geöffnet und das Uhrwerk ausgebaut. Hierbei handelt es sich um einen komplizierten Prozess, bei dem mit viel Gefühl vorgegangen werden muss.
Besondere Vorsicht ist bei der Abnahme der Zeiger geboten, da diese und das Zifferblatt leicht zerkratzen. Darum werden Sie in einer separaten Box aufbewahrt, in der sie bis zum erneuten Zusammensetzen der Uhr gut aufgehoben sind. Schließlich wird das Uhrwerk demontiert und jedes einzelne Teil unter die Lupe genommen. Bei einer Automatikuhr handelt es sich um ca. 60 Teile, verfügt Ihr Zeitmesser über Komplikationen, wie zum Beispiel Chronographenfunktion oder Datumsanzeige, kann es sich um deutlich mehr Teile handeln.

Dem Uhrmacher steht also eine komplexe Aufgabe bevor: Er überprüft jedes Stück auf Beschädigungen und Verschleiß.

Max Bill

Reparatur und Reinigung der Einzelteile

Beschädigte Teile werden ausgesondert, um anschließend entweder repariert oder ersetzt zu werden. Sollte das entsprechende Stück nicht zu richten sein, wird es gegen ein Ersatzteil ausgetauscht. In manchen Fällen sind diese nicht mehr erhältlich, dann schafft der Uhrmacher ein komplett neues Stück an und baut es in die Uhr ein.

Außerdem werden alle Bestandteile - beschädigt oder nicht - gründlich gereinigt. Zuerst werden sie von Schmiermittelrückständen befreit. Dann folgt eine intensive Reinigung in einem speziellen Gerät. Die Teile werden in ein Sieb gelegt und durchlaufen eine Reihe von Reinigungsmitteln und werden am Ende getrocknet.

Zusammenbau der Uhr

Nach der gründlichen Reinigung wird das Uhrwerk wieder zusammengebaut. Hier muss die Reihenfolge genau eingehalten werden: Zuerst das Federhaus, dann das Räderwerk, die Hemmung, das Regulierorgan und schließlich der Aufzugs- und Zeigerstellmechanismus. Nun werden die Reibungsstellen gründlich geölt - ein durchaus komplexer Prozess, denn in jeder Uhr werden mindestens vier verschiedene Fette und Öle verwendet.

Nach erfolgreicher Montage, wird das Werk aufgezogen und die Ganggenauigkeit kontrolliert. Hierzu wird ein spezielles Instrument, ein sogenannter “Witschi” verwendet. Entsprechen die Ergebnisse den Anforderungen, können das Zifferblatt und die Zeiger angebracht werden.

Uhrwerk

Letzter Schliff

Bevor das Uhrwerk wieder in die Uhr eingebaut wird, wird das Gehäuse gebürstet. Die Vorgehensweise hängt davon ab, ob satinierte oder polierte Flächen vorliegen. Je nachdem werden verschieden Bürsten und Poliermittel verwendet. Anschließend werden Gehäuse und Armband gereinigt - hierzu wird ein Ultraschallgerät mit einer der Korrosion entgegenwirkenden Seifenlösung verwendet. Nachdem dieses getrocknet ist, wird das Uhrwerk wieder eingebaut und der Boden geschlossen. Bei wasserdichten Uhren werden außerdem sämtliche Dichtungen überprüft und - wenn nötig - ersetzt.

Abschließende Kontrolle

Die Uhr wird nicht direkt an ihren Besitzer zurückgegeben, sondern erstmal zur Kontrolle einbehalten. Diese dauert mindestens fünf Tage und überprüft die Funktionalität und vor allem die Ganggenauigkeit. Hierzu wird die Uhr mit einer Referenzuhr synchronisiert und in drei bis fünf verschiedenen Positionen gelagert und nach 24 Stunden erneut mit der Referenzuhr verglichen. So wird die Abweichung festgestellt und im Falle besonders hoher Differenzen wird das Uhrwerk nochmal geöffnet und in der “Retouche” nachreguliert. Nun wird der Zeitmesser an seinen Besitzer zurückgegeben, der in seiner Uhr nun wieder einen zuverlässigen Begleiter hat.

Tissot

Revision bei Brogle

Bei Brogle verfügen wir über eine eigene Uhrmacherwerkstatt, in der wir uns gerne um Ihren Zeitmesser kümmern. Unsere Werkstatt ist von den Herstellern zertifiziert und somit sind wir offiziell berechtigt, Revisionen durchzuführen, ohne dass die Garantie dadurch verloren geht. Wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen höchstes Know-How zur Verfügung. Wir garantieren Ihnen kurze Servicezeiten und helfen Ihnen gerne beim Beantworten Ihrer Fragen und mit Reparaturen und Revisionen.

Werkstatt