Faszination Diamant

Beschaffenheit & Entstehung

Jedes Mädchen träumt davon, eines Tages einen Diamanten am Finger zu tragen. Audrey Hepburn trug einen der größten gelben Diamanten der Welt für das Filmposter von Frühstück bei Tiffany - eine der ikonischsten Abbildungen der Schauspielerin. Im Film Blondinen bevorzugt singt Marylin Monroe “Diamonds are a girl’s best friend”. Doch die Bewunderung des Diamanten hat ihren Ursprung bereits in der Antike: Das Wort leitet sich vom griechischen “adamas” ab, das unbesiegbar bedeutet. Die Griechen glaubten außerdem, dass Diamanten die Tränen der Götter seien. Die Römer hingegen hielten die edlen Steine für gefallene Sterne. So oder so - seit jeher werden Diamanten überall auf der Welt verehrt. Die Römer lagen übrigens gar nicht mal falsch: Diamanten bestehen aus Kohlenstoff, der auch Bestandteil von Sternen ist, und demnach ist es wahrscheinlich, dass viele verglühte Sterne von Diamanten durchzogen sind.

Vulkan Diamant

In den Tiefen der Erde beginnt es

Die irdischen Diamante entstehen unter der Erde: Zwischen 150 und 650 Kilometer Tiefe, im flüssigen Gestein des Erdmantels rücken die Kohlenstoffatome näher zusammen und formen so die begehrten Steine. Hierzu sind extremer Druck und beträchtliche Hitze notwendig, die aus den Tiefengesteinen Peridotit und Eklogit Diamanten formen. Anschließend müssen die Diamanten relativ schnell an die Erdoberfläche gelangen, da sie sonst zu wertlosem Grafit verfallen. Dies geschieht durch Vulkanausbrüche, bei denen Teile des Gesteins von der Lava mitgerissen werden und die Diamanten so transportiert werden. Diamanten findet man demnach in den Eruptivschlöten der Vulkane. An die Erdoberfläche sind sie durch Vulkanausbrüche gelangt – und uns zugänglich geworden. Diamanten treten normalerweise in der Form von Dodekaedern (12-flächig) oder Oktaedern (8-flächig) auf, es gibt allerdings auch würfelförmige Steine und weitere seltene Formen. Die Kristallstruktur des Edelsteins verleiht ihm seine besonderen Eigenschaften: Die gute Lichtbrechung, seine Härte und das Fluoreszenzverhalten.