Edelstein-Ratgeber

Wissenswertes über die verschiedenen Edelsteine

Edelsteine bezaubern mit ihrem strahlenden Funkeln. Doch was zeichnet die verschiedenen Steine aus? Und wann sollten Sie welchen Stein tragen? Worin unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Arten?

In unserem Edelsteinratgeber finden Sie ausführliche Informationen zu den verschiedenen Schmucksteinen.

Amethyst: Zeichen der Königshäuser

Der Amethyst ist besonders für seinen violetten Glanz bekannt. Doch wussten Sie, dass dieser Stein auch in Grüntönen vorkommen kann?
Am wertvollsten sind Amethyste, die in einem mittleren bis dunklen Violett ohne blaue oder rote Farbnuancen erstrahlen. Je nach Herkunftsland weisen die Edelsteine jedoch verschiedene Farbschattierungen auf. Der Sambia-Amethyst verfügt zum Beispiel über rot-blaue Schattierungen, während der Rio Grande-Grüne Amethyst in grünen Farbschattierungen schimmert.

Der Amethyst ist eine Form des Quarzes und zählt zur Klasse der Oxide. Sein Glasglanz macht ihn besonders ansprechend und sorgt dafür, dass er Ihnen immer ein bezauberndes Funkeln schenkt.

Viele Weinkelche aus dem Mittelalter sind mit Amethysten besetzt - denn früher glaubte man, dass er vor Trunkenheit schützt. Der Stein gilt außerdem als Zeichen der Könige und Königinnen und soll den Verstand schärfen. Wenn auch Sie sich wahrlich königlich fühlen und ein Glas Wein mehr genießen möchten, dann darf der Amethyst in Ihrer Schmuckkollektion nicht fehlen. Um Ihren Amethyst-Schmuck besonders lange genießen zu können, sollten Sie Ihn vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen. Ohnehin entfalten die Steine ihren besonderen Glanz am besten am Abend und eignen sich daher besonders gut für Festlichkeiten - mit diesem Stein bringen Sie Glamour zu jeder Party und wirken wahrlich königlich.

Amethyst

Topas: Unzählige Schattierungen

Der Topas präsentiert sich in vielen Farben: Blau, weiß, gelb, orange, grün, rot, pink und violett zählen zu den verschiedenen Schattierungen dieses Edelsteins. Er zählt zur Klasse der Inselsilikate und enthält Fluor, das zu seiner Färbung beiträgt. Die Farbe bestimmt auch den Wert des Topas. Besonders selten sind der in der Natur vorkommende blaue “Edel-Topas” und der orangerote “Königstopas”. In der Natur vorkommende Topas-Kristalle können eine Größe von einem Meter erreichen und bis zu 2,5 Tonnen wiegen.

Auch der Topas sollte vor übermäßiger Lichteinstrahlung geschützt werden, da er sehr leicht verblasst. Die Farbvielfalt dieses Steines eröffnet unzählige Kombinations-Möglichkeiten: Grün und pink passen ideal zu leichten Sommerkleidern, während blau und weiß im Winter besonders bezaubernd wirken. Außerdem können Sie den farblich perfekt passenden Topas zu jedem Kleid finden und so sämtliche Augen auf sich ziehen.

Topas

Rauchquarz: Dunkler Zauber

Die Schattierungen des Rauchquarzes reichen von braun bis schwarz und funkeln in betörendem Glasglanz. Wie sein Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei diesem Stein um einen Quarz. Seine Färbung entsteht durch natürliche oder künstliche Gamma-Strahlung. Da der Rauchquarz relativ häufig auftritt, zählt er zu den preiswerteren Edelsteinen. Dies nimmt ihm aber keinesfalls seinen Charme, denn mit seiner dunklen Färbung passt der Edelstein besonders gut zu verschiedenen Outfits und Anlässen. Um das Strahlen Ihres Rauchquarzes zu erhalten, sollten Sie ihn regelmäßig mit einem Baumwolltuch pflegen. Der Rauchquarz wird manchmal auch als Rauch-Topas bezeichnet. Ein Begriff, der in die Irre führen kann, da es sich keinesfalls um einen Topas handelt und der Stein andere Charakteristika aufweist.

Rauchquarz

Mondstein: Magisches Schimmern

Der einzigartige Schein verleiht diesem Edelstein seinen Namen. Das strahlende Weiß und der mystisch-bläuliche Schimmer erinnern an den Glanz des Mondes. Der Mondstein gehört zur Klasse der Feldspate und ist sehr druckempfindlich. Darum sollte er behutsam behandelt und am besten mit warmem Seifenwasser gereinigt werden. Der Wert des Mondsteines wird durch seine Größe bestimmt, da hochwertige Mondsteine mit zunehmender Größe immer seltener werden.

Die Schönheit des Mondsteins kann durch den Cabochon-Schliff besonders hervorgehoben werden. Wenn Sie sich mit einer mysteriösen Aura umgeben wollen, dann ist der Mondstein der ideale Schmuckstein für Sie. Er entfaltet seine Wirkung besonders bei abendlichen Veranstaltungen und passt mit seiner weißen Färbung zu jedem Outfit.

Mondstein

Peridot: Der ideale Sommerstein

Der Peridot war schon im antiken Ägypten begehrt. Besonders seine strahlend grüne Färbung, die sich mit wechselnder Lichteinstrahlung nicht ändert, macht ihn zu einem ganz besonderen Stein. Selbst bei der Bestrahlung mit künstlichem Licht behält der Stein seinen natürlichen Glanz - daher auch sein Spitzname “Smaragd des Abends”. Der Peridot gehört zur Olivingruppe, die sich durch ihren starken Glasglanz und den grünen Schimmer auszeichnet. Wie intensiv die Farbe des Peridots ist, wird von seinem Eisengehalt bestimmt. Je mehr Eisen der Stein enthält, desto intensiver ist seine Färbung. Der Edelstein ist außerdem einer der wenigen, der nur in einer Farbe vorkommt. Zu Zeiten der Kreuzzüge wurde er oft mit dem Smaragd verwechselt - ein Grund für seine damalige Beliebtheit. Der Peridot wird in vielen verschiedenen Formen geschliffen und ist so der ideale Schmuckstein für elegante Kreationen. Mit seinem grünen Schimmer strahlt er Freude und Leichtigkeit aus und ist so ein idealer Sommerstein, der jedem Outfit eine farbenfrohe Note verleiht. Dieser Stein ist sehr robust und braucht nicht viel Pflege.

Peridot

Granat: Strahlende Schönheit

Der Granat wurde schon im Mittelalter als Schmuckstück benutzt, ist aber auch heute noch äußerst beliebt. Seinen Namen bezieht der Stein vom Granatapfel, da er sowohl in seiner Struktur dessen Kernen ähnelt, als auch in seiner Farbe an die exotische Frucht erinnert. Er zeichnet sich durch seine orange-rote bis rot-violette Farbe aus und gehört zur Klasse der Inselsilikate. Doch der beliebte Stein kann auch in weiteren Farbtönen auftreten, die nichts mit der namensgebenden Frucht gemein haben. So gibt es zum Beispiel den grünen Uwarowit und den schwarzen Melanit.

Aufgrund ihrer Beliebtheit und Häufigkeit bezeichnet man Granate auch als “Edelsteine des kleinen Mannes”. Doch nicht nur ihre Schönheit machte sie zum begehrten Accessoire. Die Wikinger glaubten zum Beispiel, dass der Stein den Weg nach Walhalla erhellen würde. Die Kreuzfahrer hingegen schmückten ihre Rüstungen mit ihm, da der Stein Schutz versprach. Auch wenn der Edelstein heute eher aus ästhetischen Gründen getragen wird, hat er keinesfalls an Reiz verloren und ist noch immer ein begehrtes Schmuckstück. Damit sein Glanz auch auf unbegrenzte Zeit bestehen bleibt, sollte er vor hohen Temperaturen geschützt werden. Granate gehören zu den preiswerteren Edelsteinen, bieten mit ihrer Farbvielfalt und ihrer beständigen Härte jedoch unzählige Möglichkeiten als Accessoire.

Granat