Wasserdichtigkeit Uhren - Brogle

Wasserdichtigkeit bei Armbanduhren

Wie nass darf meine Uhr werden?

Nur mal kurz unter die Dusche und dann der Schreck: Die Lieblingsuhr ist noch am Handgelenk! In den meisten Fällen ist der geliebte Zeitmesser dann unwiederbringlich verloren, doch zum Glück gibt es wasserdichte Uhren, wie die Longines HydroConquest. Gerade wenn der nächste Strandurlaub vor der Tür steht, fragen sich viele Uhrenliebhaber, wie tief und ob sie mit ihrer Uhr überhaupt ins Wasser gehen können. Die Angaben zur Wasserdichtigkeit sind oft irreführend - denn mit einer wasserdichten Uhr, die bis zu 50 Metern wasserfest ist, können Sie keinesfalls so tief tauchen.

Die Angaben in Metern entsprechen nur einem künstlich erzeugten Druck in einer Wasserröhre. Durch Strömungen und unsere eigenen Körperbewegungen ist der Druck unter realen Bedingungen jedoch um ein Vielfaches höher, so dass wir eine 50 Meter wasserdichte Uhr nicht einmal zum Schwimmen benutzen sollten. Anstelle der Meter-Angaben findet man oft Angaben in bar und atm. Dabei entsprechen 5 bar bzw. 5 atm 50 Metern und 10 bar entsprechen 100 Metern.

Dafür sind wasserdichte Uhren geeignet:

  • 3 bar: Ihre Uhr ist spritzwasserfest. Sie sollten sie auf keinen Fall mit unter die Dusche nehmen, da sie so beschädigt werden kann. Um Wasserspritzer brauchen Sie sich jedoch keine Sorgen machen.
  • 5 bar: Sie können die Uhr beim Hände waschen anbehalten. Sollte sie mit Wasser in Berührung kommen, stellt dies kein Problem dar.
  • 10 bar: Ihre Uhr ist zum Duschen oder Schwimmen geeignet. Sie können sie im Pool anbehalten - das Wasser wird ihr keinen Schaden zufügen.
  • 20 bar: Ab einer Wasserdichtigkeit von 200 Metern kann Ihre Uhr zum Tauchen verwendet werden. Sie können sie bei sämtlichen Wasseraktivitäten tragen, beachten Sie jedoch die Tiefe und den entstehenden Druck.
Die Wasserdichtigkeit der Uhr

Bedienfehler unter Wasser

Das Betätigen der Krone an der Uhr kann die Wasserdichtigkeit beeinflussen, denn die Krone bietet nur Schutz, wenn sie fest aufgeschraubt ist oder aufsitzt. Das Aktivieren von Drückern eines Chronographen unter Wasser kann die Wasserdichtigkeit beeinflussen, da so Wasser ins Gehäuse eindringen kann. Ganz wichtig: Krone und Drücker sollten also nicht unter Wasser genutzt werden.

Was kann wasserfeste Uhren schädigen?

Wasserdichte Uhren sind trotz ihrer Robustheit nicht unverwundbar. So sollten Sie darauf achten Ihre Uhr nicht zu lange dem direkten Sonnenlicht oder Salzwasser aussetzen. Dadurch werden die Dichtungen angegriffen und können porös werden. Reinigen Sie daher Ihre wasserdichte Uhr nach einem Bad im Meer vorsichtig mit klarem Süßwasser.

Auch einen Sauna-Gang sollten Sie vermeiden. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die Wärme heizt sich die wasserdichte Uhr auf und sie kann beim schnellen Abkühlen brüchig und beschädigt werden.

Wie lange bleibt eine Uhr wasserdicht?

Eine Uhr bleibt keinesfalls ewig wasserdicht. Dies liegt daran, dass die Dichtungen, die die Öffnungen des Gehäuses verschließen, im Laufe der Zeit porös werden. Sie unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess, der durch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Sonnenlicht und Schweiß, beschleunigt werden kann. Es empfiehlt sich darum die Dichtungen jährlich überprüfen zu lassen.

Wir bieten Ihnen diesen Service in unserer hauseigenen Uhrmacher-Werkstatt und prüfen die Dichtungen Ihrer Uhr. Auch die Wasserdichtigkeit kann auf Wunsch mit Ausdruck von uns getestet werden. Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter!

Die Pflege von Automatikuhren verlangt besondere Vorsicht. Bei den meisten Uhren findet man Angaben zur Wasserdichtigkeit auf dem Gehäuseboden. Bei besonders wasserdichten Uhren findet man zudem meistens einen Aufdruck auf dem Zifferblatt. Sollten Sie unsicher sein, wie wasserdicht Ihre Uhr ist, können Sie die Bedienungsanleitung Ihrer Uhr überprüfen.

Die besonderen Eigenschaften einer Taucheruhr

Eine Armbanduhr muss strenge, vorgegebene Kriterien erfüllen, um sich als Taucheruhr bezeichnen zu dürfen, so wie die TAG Heuer Aquaracer. Professionelle Taucher benutzen ihre Uhren unter anderem dazu, Dekompressionszeiten zu messen. Diese sind überlebenswichtig, damit der Taucher nicht zu schnell auftaucht und sich dadurch druckbedingte Gasblasen im Körperinneren bilden. Die DIN 8306 gibt die Mindstanforderungen an eine Taucheruhr vor:

  • geprüfte Wasserdichtigkeit von mindestens 20 bar
  • die Uhr muss bei einem Abstand von 25cm auch unter Wasser bei Dunkelheit gut ablesbar sein
  • mit Hilfe eines Timers oder eine Lünette müssen Zeitspannen gemessen werden können.

    Wie wird die Wasserdichtigkeit geprüft?

    Bei der Prüfung von Taucheruhren, müssen viele verschiedene Punkte beachtet und getestet werden. Dazu gehören unter anderem die Ablesbarkeit, die Stoßsicherheit, das Gangverhalten und die Dichtigkeit bei Luftüberdruck. Nur wenn die wasserdichte Uhr allen Anforderungen gerecht wird, darf sie sich Taucheruhr nennen.

    Für die Überprüfung von Taucheruhren werden besondere Prüfgeräte genutzt. So wird in einem Dichtheitsprüfgerät der Wasserdruck simuliert. Aber wie ist das dann unter Wasser? Hält die Taucheruhr dem Druck stand, ist sie auch unter Wasser für die jeweilige Menge Druck gerüstet, denn Wassermoleküle sind größer als Luftmoleküle und können so noch schlechter in die Uhr eindringen.

    Sicherheit geht vor: Wenn auf einer Uhr eine Druckangabe angegeben ist, wie beispielsweise 20bar, haben die Hersteller die Taucheruhr nicht nur diesem angegebenen Druck ausgesetzt, sondern sie erhöhen diesen Wert um 25 Prozent. So ist jederzeit gewährleistet, dass die Uhr genug Wasserdichtigkeit besitzt und auch langfristig keine Feuchtigkeit in die Uhr gelangt.