• Konstruktive Reinheit
    Konstruktive Reinheitmax bill by Junghans

Max Bill

Architekt, Bildhauer, Designer, Künstler

Max Bill wurde am 22. Dezember 1908 in Winterthur in der Schweiz geboren. Von 1924 bis 1927 machte er eine Lehre als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Bereits mit 17 Jahren erhielt er eine Einladung zur "Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes" in Paris.

An dieser Weltausstellung des Kunstgewerbes nahmen über 15.000 Aussteller aus 18 Ländern teil. Max Bill beeindruckten vor allem die Werke von Le Corbusier und Josef Hofmann sowie die von Konstantin Stepanowitsch Melnikow, der zu den Pionieren des Konstruktivismus gehörte. In den daruffolgenden Jahre studierte er in Dessau am legendären "Bauhaus", wo zu dieser Zeit unter Anderem Kandinsky lehrte.

Seit dem Jahr 1932 war Bill bereits als Architekt, Maler, Grafiker und Bildhauer tätig. Mitte der 40er Jahre erhielt er seinen ersten Lehrauftrag an der Züricher Kunstgewerbeschule, wo er einst selbst lernte.

In den 50er Jahren entsteht erstmals der Kontakt zwischen der Uhrenmanufaktur Junghans und Max Bill - das Schramberger Unternehmen hatte den Schweizer Künstler dazu auserkoren, eine Küchenuhr zu entwerfen. Ab 1961 gingen auch Armbanduhren aus der Kooperation hervor.

Max Bill und Junghans: Eine Erfolgsgeschichte

Noch immer produziert Junghans Max Bill Zeitmesser. Die schlicht-funktionalen Uhren haben sich über die Jahre in ihrer Optik nur in Nuancen verändert und wurden auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Neben den Armbanduhren gehören auch Wand- und Tischuhren zu dem breiten Assortiment an "max bill by Junghans" Uhren.

Von 1967 bis 74 hielt Bill den Lehrstuhl für Umweltgestaltung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne. Des Weiteren war er ein überzeugter Antifaschist und demonstrierte unter Anderem gegen den Kalten Krieg und den Vietnamkrieg. Bereits in den 50er Jahren fing Bill an sich für die Umwelt zu engagieren.

Am 9. Dezember 1994 starb das künstlerische Multitalent in Berlin. Sein Sohn gründete 1996 eine Stiftung nach der Idee seines Vaters. Die Max-Bill-Stiftung hat zum Zweck, die Werke der Familie Bill zu sammeln und zu pflegen, sowie wissenschaftlichen Forschungen zu fördern.