• Junghans
    JunghansVon Schramberg in die Welt

Die Geschichte von Junghans

Ein Stern geht auf

Mit seinem Schwager zusammen gründete Erhard Junghans am 14. April 1861 das Unternehmen "Zeller & Junghans". Bis zum Jahr 1866 beschränkte sich das Unternehmen auf die Produktion von einzelnen Bestandteilen Schwarzwälder Großuhren wie Glastürchen, Bronzeschildern und Holzgehäusen.

In den darauffolgenden Jahre orientierte sich Junghans bei der Produktion eigener Zeitmesser an den damals fortschrittlichen Uhren aus Amerika. Auch die Symbolik aus Übersee fand im Schwarzwald Anklang, so ließ der Betrieb 1888 sein neues Markenzeichen eintragen: Ein "J" inmitten eines Sterns. Doch schon zwei Jahre später wird das neue Symbol leicht abgeändert. Aus dem Stern wird ein Achteck, das einem Zahnrad gleicht. Noch bis heute ist das Zeichen weitgehendst unverändert geblieben.

1903 beschäftigte Junghans 3000 Menschen und war damit weltweit die größte Uhrenfabrik. Neben den Filialen in Deutschland expandierte das Unternehmen auch nach Weltmetropolen wie Venedig und Paris. Der Erfolg Junghans ließ die gesamte Wirtschaftsregion um Schramberg herum aufblühen: Es entstanden diverse Zuliefer- und Werkteilebetriebe, die der Manufaktur zuarbeiteten.

Einem Hang am Schwarzwaldtal entlang wurde 1918 eine neue Arbeitsstätte gebaut. Die einzigartige Bauweise mit langen, schmalen Räumen ermöglichte, dass jeder Arbeitsplatz optimal mit Sonnenlicht versorgt werden konnte. Der Terrassenbau avancierte in Kürze zum Wahrzeichen der Uhrenfabrik. In den 1930er Jahren beginnt Junghans damit eigene Uhrwerke in Armbanduhren zu verbauen. Zur selben Zeit bedient sich das Unternehmen eines Aufsehen erregenden Werbetricks: Junge Mitarbeiterinnen werden zur Begrüßung der Kunden in übergroße Wecker-Kostüme eingekleidet.

Junghans und Max Bill

Ende der 1940er Jahren konstruierte Junghans seinen ersten Armband-Chronographen mit dem selbst entwickelten J88 Kaliber. Anfang der 50er Jahre entstand der Wunsch, funktionale Alltagsgegenstände zu produzieren. Eine einfache Küchenuhr sollte von dem Schweizer Architekten, Maler und Bildhauer Max Bill entworfen werden. In Zusammenarbeit mit Studenten entwickelt dieser die erste Designer-Küchenuhr aus dem Hause Junghans. Die Zusammenarbeit zwischen Bill und Junghans bleibt über Jahre bestehen und ab 1961 entwirft der Künstler auch funktional-schlichte Armbanduhren.

Revolutionär exakte Zeitmessung

1970 schlägt Junghans auf sensationelle Weise ein weiteres Kapitel der Uhrengeschichte auf. Das Unternehmen präsentiert der Welt eine Vorserie der ersten deutschen Quarz-Armbanduhr: Die "Astra-Quarz" mit eigens entwickeltem Werk.

Bei den Olympischen Spiele 1972 in München revolutioniert die Marke die Sportzeitmessung mit elektronisch vernetzten Startblöcken, Doppellichtschranken und Startkontrollanlagen. Rekorde wurden exakt messbar und Start-und Zieleinläufe konnten präzise dokumentiert werden.

In den 90er Jahren begann nicht nur der Siegeszieg des Internets, auch Funkuhren begeisterten die Welt der Technik. Die Junghans Mega 1 war die weltweit erste Funk-Armbanduhr. Den Junghans Ingenieuren war es vor allen anderen Uhrenmacher gelungen, die neue Technologie soweit zu verkleinern, dass sie in ein kompaktes Uhrengehäuse passt.

  • Junghans Geschichte
    Junghans Geschichte

150 Jahre Uhrmacherkunst aus Deutschland

Als Wolfgang Ganter, Ingenieur bei Junghans, 1992 seinen Prototypen einer Solaruhr der Öffentlichkeit präsentierte, sorgte er für staunende Gesichter. Bereits drei Jahre später ging der Prototyp ohne eine Antenne in Serie, die "Mega Solar Ceramic" konnte außerdem mit ihrem kratzfesten Gehäuse überzeugen.

Im Jahre 2011 feierte das Unternehmen sein 150 Jahre langes Bestehen. Neben einer Feier in den historischen Räumen des Schramberger Uhrenherstellers, wurden spezielle Zeitmesser zum Jubiläum entworfen: die Meister Chronoscope und die Meister Chronometer. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch das firmeneigene Junghans-Museum eröffnet. Bei einem Tag der offenen Tür wurde gemeinsam mit mehreren tausend Besuchern gefeiert und Interessierte konnte sich über die lange Historie von Junghans informieren.